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Einstieg

Wer mitmachen möchte, benötigt nicht viel: Lediglich ein wenig Hardware mit der Freifunk-Firmware darauf und schon ist ein neuer Freifunk-Knoten fertig! Wenn ein weiterer Freifunk-Knoten in Sichtweite ist, dann können beide Router meshen. Ein Knoten benötigt dann nicht mal ein Uplink.




Hardware

Falls man bereits einen WLAN-Router besitzt, lohnt es sich einfach zu schauen, ob eine passende Firmwaredatei verfügbar ist.

Als Orientierung kann die Statistik auf der Meshviewer-Seite dienen. Die dort gelisteten Modelle haben schon andere Freifunker erfolgreich in Betrieb genommen.

Freifunk "indoor"

Kostengünstige Geräte:

  • Gl.iNet MT300 (ca. 25€)
  • Gl.iNet AR300 (ca. 30€)

Mittleres Preissegment:

  • AVM FRITZ!Box 4020 (ca. 40€)
  • Netgear R6120 (ca. 40€)

Oberes Preissegment:

  • AVM FRITZ!Box 4040 (ca. 70€)
  • Ubiquiti Unifi AC Lite (ca. 75€)
  • Gl.iNet GL-B1300 (ca. 80€)
  • Ubiquiti Unifi AC Mesh (ca. 85€)

Freifunk "outdoor"

Wer Freifunk im Außenbereich bereitstellen will, der hat entweder die Möglichkeit einen outdoorfähigen Router fertig zu kaufen

  • TP-Link CPE210 (ca. 40 €)
  • TP-Link CPE510 (ca. 50 €)
  • Ubiquiti NanoStation AC loco (ca. 55 €)
  • Ubiquiti NanoStation AC (ca. 110 €)

... oder selbst zum Werkzeug zu greifen und sich aus Baumarkt-Teilen und einem "indoor"-Router einen Freifunk-"outdoor"-Router zu bauen.


Unbedingt vorher prüfen, ob es ein Firmware-Image dafür gibt. Routerhersteller ändern manchmal das Innenleben, ohne dass man das von außen sieht.



Selbstbau Outdoor-Router

Wer aber etwas basteln nicht scheut, kann auch aus einem Verteilerkasten und den günstigen Router-Modellen ganz leicht einen outdoorfähigen Freifunk-Router herstellen. Eine gute Anleitung findet sich hier: Outdoor-Router im Freifunk-Wiki


Firmware

Um einen Router in einen Freifunk-Ulm-Router zu verwandeln, wird eine Firmwaredatei mit der Ulmer Freifunk-Software benötigt. Die Datei wird über die Weboberfläche des Router als Softwareupdate eingespielt (="flashen").

Ist die Original-Software des Hersteller auf dem Gerät, wird eine der Dateien benötigt, die auf *-factory.bin enden. Außerdem muss die passende Datei für die entsprechende Hardwareversion des Routers genommen werden, da die Hersteller öfter die Hardware des Routermodells ändern, um Kosten zu sparen. Die Hardwareversion ist fast immer auf der Rückseite des Routers oder der Verpackung zu finden, z.B. hinter der Modellbezeichnung, unter dem Strichcode.

Firmware

Für einen frisch gekauften WR841n-v11 ist demnach beispielhaft folgende Datei nötig: https://firmware.freifunk-ulm.de/0.6.5/ffulm-0.6.5-ar71xx-generic-tl-wr841n-v11-squashfs-factory.bin


Firmware selbst compilieren

In der Anleitung ist beschrieben, wie unsere Firmware selbst gebaut werden kann.


Sonderfall: Wenn vorher OpenWRT installiert war...

...funktioniert das Firmware-Update mit unserem Ulmer Freifunk Image nicht so einfach. Mart hat hier eine Flash Anleitung geschrieben.


Firmware flashen

Nach dem Download der passenden Firmware muss diese auf den Router geflashed werden. Dazu meldest du dich auf dem Webinterface des Routers an. Der Zugangscode steht bei neuen Routern gerne auf der Rückseite. Oft ist es admin/admin oder es gibt gar kein Passwort...


Router Ersteinrichtung

Nach dem Login kommt man direkt auf eine Status-Seite, die allerhand Informationen zu Router, Modell, Laufzeit, Netzwerk und weiteren Dingen gibt. Diese Einstellungen ignorieren wir jedoch erst einmal und ändern das leere Passwort auf ein eigenes ab. Das geht ganz einfach mittels Passwort ändern, was man über das Menü erreicht.


Passwort ändern in der Freifunkfirmware Ulm

Nun ist unser System vor ungeplanten Aktionen geschützt und wir können beginnen.

Um nun einige grundlegende Einstellungen zu treffen, müssen wir auf Einstellungen klicken.


Einstellungen

Allgemeine Einstellungen

In den Allgemeinen Einstellungen triffst du u.a. die Entscheidung für den Namen deines neuen Knotens. Den Knotennamen kannst du frei wählen. Für dich kann es aber durchaus sinnvoll sein, wenn du mehrere Knoten betreibst, diese nach einem Schema zu benennen. In den Kontaktdaten trägst du eine E-Mail-Adresse ein, die auch auf der Status-Seite des Knotens sichtbar wird. Für die Koordinaten musst du noch deinen Standort bestimmen. Dies ist unter Karte einrichten beschrieben. Diese Koordinaten trägst du dann einfach ein. Zur Karte beitragen stellt ein, wie viele Router-Informationen du an die Karte übermitteln willst: Nichts ist natürlich etwas doof, da so die Karte nicht lebt. Alles ist aber auch nicht zwingend nötig. Grundsätzlich kannst du diese Einstellung, genau wie alle anderen, jederzeit verändern. Es werden hier auch keine persönlichen Daten übertragen. Es handelt sich u.a. um die Nutzerzahl, das Routermodell, die Firmwareversion und andere Dinge.


Karte

Damit dein Router auf der Karte als neuer Knoten angezeigt werden kann, ist es notwendig, dass du ihn mit den Koordinaten des Routerstandortes versorgst. Dazu musst du bei einem Kartenanbieter deiner Wahl dir deine Koordinaten anzeigen lassen und diese dann in das Webinterface kopieren. Koordinaten bekommst du z.B. bei flopp.net


Das Format ist dezimal, also: DDD.DDDDD


Diese Daten kopierst du in die Zwischenablage und fügst sie unter Einstellungen -> Allgemeine Einstellungen wieder ein. Danach dauert es etwas und dein Konten erscheint auf der Freifunk-Karte.

flopp.net - Koordinaten für den Freifunk-Router

Inhalte verkünden

Über die Statuspage deines Knoten kannst du auch Inhalte verkünden:


Bandbreite begrenzen

Auch die Bandbreite kannst du für deinen Router begrenzen. Dies ist eigentlich jedoch nur an kleinen Anschlüssen nötig, die nur wenige Mbit/s haben. Bei hoffentlich 50.000+ sollte dies nicht das Problem sein. 

Hier trägst du einfach deine gewünschten Werte in kBit/s ein und aktivierst die Funktion. Fertig :)

Einstellung der maximal möglichen nutzbaren Bandbreite

Weitere Einstellungen

WLAN-Scan




Statusseite

Die Statusseite des Routers gibt dir einige Informationen direkt, ohne Anmeldung:

  • Die Anzahl der Clients, die mit dem Gerät verbunden sind wird angezeigt.
  • Die Anzahl anderer Knoten, die der Router sieht, wird angezeigt. (Nachbarknoten)


Besondere Netzwerkkonfiguration

Privater Accespoint

Separates Einstellen der Ports am Switch

WAN-over-WLAN

Mesh-on-WAN


Zugriff auf die Weboberfläche

Wird ein Computer per Kabel mit dem (meist gelben) LAN-Port des Routers verbunden, dann ist der Zugriff auf die Weboberfläche per http://192.168.133.1 möglich. Als allererstes lädt die öffentliche Statusseite des Routers mit einigen Informationen.

Über den Button "Login" kann die private Konfigurationsseite erreicht werden. Der Benutzername für die Passwortabfrage ist root, das Passwortfeld kann ignoriert werden, da per default kein Passwort gesetzt wurde.

Aus dem Freifunknetz, z.B. über ulm.freifunk.net, kann der Router per http://10.33.127.0 erreicht werden. Sollte diese Adresse nicht funktionieren, dann kann http://[fdef:17a0:fff1:300::0] verwendet werden.

Der Zugriff auf die Konfigurationsseite ist aus dem Freifunknetz normalerweise nicht möglich, kann aber auf der Konfigurationsseite aktiviert werden.


Update auf eine neue Firmware

Zuerst muss von der Firmware-Seite die aktuelle Firmware als Upgrade heruntergeladen werden.


Troubleshooting

Router zurücksetzen

Hat man sich vom Router komplett ausgesperrt, läßt sich der Router über den Failsafe-Modus zurücksetzen. Hierzu mehr bei Freifunk Bielefeld auf GitHub

Hilfe, ich komme nicht weiter...

Dann melde dich einfach auf unserer Mailing-Liste oder komme einfach zu unserem nächsten Treffen. Gerne helfen wir dir dabei, deinen Router Freifunk-tauglich zu machen!

Weitere Installationsanleitung mit Bildern bei dwaves.de

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